Der antike Geschichtsschreiber Flavius Josephus hatte bereits auf die Burg als Grablege des Herrschers verwiesen, erwähnte jedoch nicht, dass der König an anderer Stelle beigesetzt wurde, als beim Bau der Anlage geplant. Die Ausgrabungen im eigentlichen Friedhofsbezirk der Anlage verliefen deshalb ergebnislos.
Erst als sich Ehud Netzer und seine Kollegen den tiefer gelegenen Arealen am Hang der Burg zuwandten, stießen sie in den Überresten eines Mausoleums auf Herodes' Sarkophag. Grabschänder hatten ihn vermutlich rund siebzig Jahre nach seinem Tod zerstört: Die Ausgraber fanden ihn in Hunderte kleiner Stücke zerschlagen. Bei den Widerstandskämpfern des damaligen Jüdischen Kriegs war Herodes als Marionette des Römischen Reichs verhasst.
Zwar habe man noch keine Inschriften gefunden, räumt Netzer ein, Machart des Sargs, sein Fundort und die historische Überlieferung ließen jedoch keinen Zweifel daran, dass es sich tatsächlich um die Grabstätte des Herrschers handelt.
Herodes wurde von den Römern zum König der damaligen Provinz Judäa ernannt, die unter ihm eine Blütezeit erlebte. Er ließ zahlreiche Monumentalbauten errichten, darunter auch die prachtvolle Erweiterung des Zweiten Tempels in Jerusalem. Bekannt ist er heute allerdings vornehmlich als Auftraggeber der im Matthäus-Evangelium beschriebenen Kindstötungen in den Jahren um Christi Geburt.








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