Was verleiht diesem Mörtel seine besondere Festigkeit und Robustheit, so dass die damit errichteten Bauwerke über Jahrtausende Wind und Wetter und sogar starken Erdbeben widerstanden? Bingjian Zhang und sein Team von der Zhejiang University in Hangzhou sind dieser Frage nun mit analytischen Methoden auf den Grund gegangen. Ihre Antwort: Bei dem alten Baustoff handelt es sich um ein frühes Verbundmaterial, das aus einer organischen und einer anorganische Komponente zusammengesetzt ist: Kalziumkarbonat und Amylopektin.
Und genau dieses Amylopektin, ein Polysaccharid, das in Reis und vielen anderen stärkehaltigen Produkten vorkommt, beschreibt Zhang als entscheidende Komponente. Es habe „das Wachstum der Kalziumkarbonat-Kristalle kontrolliert, so dass sich eine kompakte Mikrostruktur bildete“. Einem ähnlichen Verbund, in dem allerdings Proteine die Rolle des Amylopektins übernehmen, ist es auch verdanken, dass Knochen viel bruchfester sind als Keramik.
Ungeklärt bleibt allerdings die Frage, warum chinesische Bauarbeiter auf die Idee kamen, ihre Mahlzeit dem Baufortschritt zu opfern. Dank dem, der seinem Nachbarn wohl einst die Suppe versalzen hat
Nicole Wedemeyer





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1. Schnee von Gestern
07.06.2010, Dipl.Ing. Zsuzsanna Homonnayüber die Klebeeigenschaften bzw. die Beimischung von Klebreis in den Mörteln der Chinesischen Mauer habe ich schon vor mindestens vier Jahren in der Stuttgarter Zeitung gelesen. Es ist faszinierend, aber nicht neu.
Umso erschreckender ist, dass niemand diese Technologie zu verwerten weiß. Ich habe jedenfalls noch nirgends darüber gelesen. Schade! Als phantasiebegabter Laie (Dipl. Ing. Arch.) hätte ich jedenfalls einige Ideen dazu.
MIt freundlichen Grüßen