Die Forscher suchten am nordöstlichen Rand der Jellinger Grabhügel und fanden dabei Überbleibsel von vier hölzernen Gebäuden, die charakteristisch für kreisrunde Wikingerburgen aus Haralds Zeit sind. "Das zeigt uns, dass wir einen großen Baukomplex entdeckt haben. Die strikt geometrische Konstruktion ist ein typisches Beispiel für Haralds Bauweise", meint Grabungsleiter Mads Dengsø Jessen von der Aarhus Universitet.
Jelling ist bereits berühmt für seine Grabhügel aus dem 10. Jahrhundert. Ebenso finden sich dort die beiden Runensteine Thyra- und Haraldsstein, der über Harald die Auskunft gibt, dass er "ganz Dänemark und ganz Norwegen gewann und die Dänen zu Christen machte". Einen blauen Zahn hingegen hatte Harald aller Wahrscheinlichkeit nach nicht. Manche Historiker stellten die Hypothese auf, dass Blauzahn – dänisch Blåtand – eigentlich „dunkler Than“ bedeutete, also „dunkler Häuptling“.
Die eigentliche königliche Halle des "dunklen Than" hingegen konnte noch nicht identifiziert werden. Dengsø Jessen glaubt, dass sie sich unter der Jellinger Kirche befindet, die um 1100 errichtet wurde. Vorangegangene Grabungen hatten Holzkonstruktionen unter dem Kirchenboden ausgemacht. (cr)





drucken



Natur des Glaubens |
Gute Geschäfte |
Con Text |
Vergangenheitsstaub |
Hinter-Gründe | 




