Um das Jahr 1000 errichtete Eriksson die Siedlung L’anse aux Meadows, die jedoch nach einigen Jahrzehnten wieder aufgegeben wurde – der Stützpunkt auf Grönland war zu weit entfernt, und auch Kämpfe mit amerikanischen Ureinwohnern machten den Nordmännern zu schaffen.
Da der Inselstaat im Nordatlantik nach dem Verschwinden der Wikinger vom Rest der Welt isoliert war, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die DNA nicht erst viel später – beispielsweise in der Neuzeit – nach Island kam.
Auch wenn die Forscher die Entführung von Indianern für durchaus wahrscheinlich halten, lasse sich die Verbindung zwischen Indianern und Wikingern auf der Basis der Gene heute lebender Menschen nicht sicher feststellen, so der Anthropologe Agnar Helgason. "Solange wir diese Genvariation nicht in den Knochen von Indianern aus jener Zeit finden, bleibt das Ganze rätselhaft". In den historischen Berichten aus Island jedenfalls, finden sich keinerlei Hinweise darauf.
Christine Baumgartner
American Journal of Physical Anthropology 10.1002/ajpa.21419, 2010





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