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Nachrichten | 21.12.2007
FRANKREICH

Gallischer Schatz in der Bretagne

Asterix und Obelix hätten sich über dieses Sümmchen sehr gefreut: Französische Archäologen entdeckten im bretagnischen Rosquelfen 545 gallische Münzen aus Gold und Silber. Sie waren einst von einem Angehörigen des keltischen Stammes der Osismii bei einem Gutshof vergraben worden – vielleicht um sie vor der Eroberung der Römer unter Julius Caesar zu schützen.

Die Münzen aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. tragen die typisch keltischen Motive eines Pferdes auf der einen Seite und eines Männerkopfes auf der anderen. Doch auch bisher unbekannte Darstellungen von Pferden mit menschlichen Köpfen, Wildschweinen und Reitern fanden die Archäologen des Institut National de Recherches Archéologiques Préventives unter der Leitung Eddie Roys.

Der Schatz muss einst im Besitz eines sehr reichen Galliers gewesen sein. Münzen galten nicht als übliches Zahlungsmittel, der Tauschhandel bestimmte das Leben der keltischen Stämme. "Der Münzschatz war für die damalige Zeit ein riesiges Vermögen. Jede Münze war soviel wert wie ein 500-Euro-Schein heute", erklärt der Archäologe Yves Menez.

Keltische Krieger, die in Kleinasien und Griechenland unter dem Namen Galater bekannt waren, dienten im Heer Alexanders des Großen. Sie brachten griechische Münzen mit in ihre Heimat nach Westeuropa und schufen nach ihrem Vorbild eigene Münzen.

Miriam Müller
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