Nur drei Bilder zeugten bislang von den Wiener Jahren (1781 bis 1791) des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Jetzt kommt offenbar ein viertes hinzu. Der Musikwissenschaftler Cliff Eisen hat den „Mann im roten Gehrock“ entdeckt – in einer Privatsammlung.
Tatsächlich besaß Mozart einst genau so einen Rock wie er auf dem Bild zu sehen ist. In einem Brief an seinen Vater vom September 1782 hat er ihn sogar penibel beschrieben. Wie der Forscher vom King's College London berichtet, stimmt selbst die Form der Knöpfe mit denen auf dem Gemälde überein.
Zudem bezeugen einige alte Dokumente und weitere Briefe, dass Mozart für das 48 mal 36 Zentimeter große Bild Modell gesessen hat. So auch die Überlieferung der Familie Hagenauer, in deren Besitz sich das Bild seit langem befindet. Demnach war das Bildnis ein Geschenk des österreichischen Hofmalers Joseph Hickel (1736 bis 1807) an Mozart, als Dank für eine eigens komponierte Serenade.
Damals war der Komponist freischaffend für private Auftraggeber tätig und schuf seine wohl bedeutendsten Werke. Darunter auch die berühmte Oper Die Zauberflöte.
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