Diese gerahmte Inschrift ...
Bunte Bemalungen schmückten die einst prächtigen Innenräume der Kultstätte, die Decke wurde von 34 Säulen getragen: Auf der Sinai-Halbinsel sind Archäologen auf einen Tempel aus der Pharaonenzeit gestoßen, der im Alten Ägypten zur Festung Tharo gehörte – Tharo liegt am so genannten Horusweg, einer Heeresroute, die einst von Ägypten nach Asien führte.
Dieses Relief ...
An den Außenwänden des Tempels entdeckten die Forscher Reliefs, die neben altägyptischen Gottheiten wie Horus oder Hathor auch die Pharaonen Ramses II. und Thutmosis II. zeigen. Wenige Kilometer östlich des Suez-Kanals gelegen war das Gotteshaus vor 5000 Jahren ein bedeutendes religiöses Zentrum für den ägyptischen Osten – davon zeugen auch drei Reinigungsbecken aus Kalkstein sowie mehrere Kapellen. Westlich und östlich des Gebäudes entdeckte das Archäologen-Team außerdem Vorratshäuser, die aus je 13 Räumen bestanden. Dort fanden sie Tausende von Inschriften und Siegelbildern, die Seti I, Ramses II, und Seti II zeigten.
Thutmosis II. mit dem Sonnengott Ra-Horakhty
Erbaut wurde der Tempel im Neuen Reich, wie Zahi Hawass von der ägyptischen Altertümerverwaltung erklärte. Jene Zeit von 1539 bis 1292 v. Chr. gehört zu den bekanntesten Epochen der ägyptischen Geschichte, nicht zuletzt wegen ihrer kolossalen Bauwerke wie dem Abu Simbel oder der berühmten Gräber von Ramses II. oder Tutanchamun im Tal der Könige.
dpa / Tabea Rueß